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Zwei gute Sätze reichen eben nicht: Bösingen verliert den Halbfinal

Fahrni Nicolas 25.03.2017

Der Halbfinal im Freiburger Cup bedeutet für Bösingen leider das Saisonende. In der gut besuchten Spielhalle feiert Murten einen knappen 2:3 Sieg und zieht ins Finale ein.

Es war ein langes und umkämpftes Spiel über fünf äusserst deutliche Sätze. Das Match war zwar ziemlich unterhaltsam, auch wenn es in den Sätzen eigentlich nie richtig knapp und damit spannend war.

Aber zuerst von Anfang an: Die rund 100 Zuschauer brachten am Samstag tatsächlich ziemlich Cupstimmung in die Spielhalle von Bösingen. Mit Schlagzeug (die Murtner Fans brachten phallische Gummi-Rhytmusinstrumente mit) und Stimmbändern wurden beide Teams laut unterstützt. Beim Gastgeber schienen die Fans aber vorerst überhaupt keine Wirkung zu entfachen. Murten startete deutlich besser ins Spiel und spedierte das äusserst passive und harmlose Bösingen gleich mit 15 Punkten Differenz in die erste Satzpause. Die Gastgeber wechselten darauf mit Lutz, Portmann und Fahrni gleich auf drei Position, was die erhoffte Wende brachte. Bösingen stabilisierte die Annahme und punktete auch mit sehenswerten Angriffen. Murten spielte zwar lange munter mit, konnte die 8 Punkte Hypothek früh im Spiel nie mehr kompensieren.

Nach der starken Reaktion dann verkehrte Welt im dritten Satz. Beim Heimteam schlichen sich plötzlich diverse unerzwungene Fehler ein, während Murten wieder einen Tick zulegen konnte. Murten servierte stark, agierte kompakt in der Verteidigung und gewann verdient den dritten Umgang.

Anschliessend zogen die Gäste eine dicke Pause ein, denn im Vierten wiederholte sich der erste Satz, nur diesmal mit umgekehrten Vorzeichen. Bösingen brillierte zwar nicht, spielte aber konzentriert und kompakt, weil aber bei Murten nichts mehr wirklich zusammenpasste, reichte das zur deutlichen Revanche. Mit dem 25:10 belief sich die Differenz zum Schluss analog zum ersten Umgang exakt auf 15 Zähler, nur sassen diesmal die Murtner mit langen Gesichtern auf der Pausenbank.

Das Tie-Break war gerade mal 6 Punkte alt, als ein Schreiberfehler zu reichlich Verwirrung auf dem Platz sorgte. Murten bekam schliesslich recht und so stand es 2:4 statt 3:3 für die Gäste. Diesen frühen Rückstand konnte Bösingen nicht mehr kompensieren und verabschiedete etwas symtomatisch mit einem Angriffsfehler aus der Saison 2016/17.

Schön war’s trotzdem – irgendwie hat die Puste nicht gereicht.

Bis zur nächsten Saison.

Hopp Bösingen.

 

VBC Bösingen – TV Murten: 2 : 3 (10-25 25-18 17-25 25-10 10-15)

VBC Bösingen: Marco Blaser, Andreas Fritz, Francis Huter, Martin Locher, Markus Marti, Christoph Thomet, Felix Frauendorfer (Libero); German Baumeier, Christian Lutz, Nicolas Fahrni, Mattias Röthlisberger, René Portmann (Spielertrainer)